Aktuelles im EBH


Kampagne zur Stärkung der Offenen Ganztagsschule am 12. Juli 2017 in Düsseldorf

Zum Ende der Kampagne zur Stärkung der Offenen Ganztagsschule wurde am 12. Juli 2017 eine große Abschlussveranstaltung vor dem Düsseldorfer Landtag durchgeführt, woran auch Hans-Jürgen Weber, Graham Lewis und KollegInnen aus dem offenen Ganztag teilnahmen.

Dazu gab es eine Bühne mit verschiedenen Programmpunkten. Ab 12 Uhr wurden die kreativ gestalteten T-Shirts aufgehängt. In der Zeit von 12 –15 Uhr wurde ein offenes Bühnenprogramm gestaltet und ab 13 Uhr gab es verschiedene Redebeiträge, bevor dann als Höhepunkt die gesammelten Forderungen an Politik übergeben werden.

Positionspapier Finanzierung Offener Ganztag

Faltblatt Offener Ganztag


Theaterprojekt WUNDERBAR

Von Oktober 2016 bis Februar 2017 entwickelte eine Gruppe von im EBH betreuten Jugendlichen im Rahmen des Theaterprojektes „Blick nach vorn" mit dem Theaterpädagogen Canip Gündogdu und der Theaterpädagogin Viola Schneider ein Theaterstück.

Es wurden pantomimisch Szenen von einem Leben in Deutschland erarbeitet und zusammengeführt. Die Gruppe nennt sich WUNDERBAR. Ihr Stück wurde im Stadttheater Minden vor vollem Hause aufgeführt.

Theatergruppe WUNDERBAR

Mit Standing Ovations endeten alle drei Vorstellungen. Das Projekt wurde durch Matthias Meise, Melanie Finke (beide EBH) und Petra Brinkmann (Kulturbüro der Stadt Minden) initiiert.

Auszeichnung

Das Theaterprojekt hat im Rahmen des Jugendtheaterfestivals eine Theaterwoche mit einem Auftritt in Berlin gewonnen. Vom 02. – 10. Juni 2017 wird die Gruppe in Berlin schauspielern!

Infos dazu im Netz unter:
Theatertreffen der Jugend – Auswahl 2017



Werkstatt - Tagung 
„Hilfeplanung und Beteiligung als dualer Prozess“

Am 24.05.2017 trafen sich Leitungskräfte der Elsa-Brandström-Jugendhilfe gGmbH zu einer Werkstatt-Tagung. Beteiligt wurden daran auch  die ASDleitungen der Stadt und des Kreises Minden-Lübbecke und jeweils ein Vertreter des Caritasverbandes Minden e.V  und der Diakonie Stiftung Salem gGmbH.

Die Veranstaltung fand in DRK Geschäftsstelle in Minden statt.

Geleitet und moderiert wurde die Tagung von  Dr. Hans-Ullrich Krause aus Berlin.

Dr. Krause ist Leiter eines großen Jugendhilfeverbundes in Berlin/Brandenburg, Vorsitzender der deutschen Sektion der FICE (IGFH), Mitglied im Kronberger Kreis für dialogische Qualitätsentwicklung und langjähriger Dozent an der Alice Salomon Hochschule Berlin und der Universität Luxemburg. Er arbeitet insbesondere an Themen wie Partizipation, Krisenbetreuung für Kinder und Familien, Familienintegration, Fallanalyse, sozialpädagogische Familiendiagnosen, Organisationsentwicklung und professionellen Haltungen.

Im Folgenden Auszüge aus dem Seminarprogramm und ein paar „Schnappschüsse“:

„Hilfeplanung ist ein in der Fachwelt geschätzter und vom Gesetzgeber gewollter Vorgang. Untersuchungen belegen, dass immer dann, wenn es gelingt, die betroffenen Familien (Eltern wie Kinder) wirklich einzubeziehen, Hilfe erfolgreich ist. Doch wie ist Einbeziehung und Beteiligung möglich, angesichts problematischer Situationen, Gefährdungen und Widerstand? Und wie sollen Kinder, Jugendliche und Eltern  einbezogen werden, wenn sie gleichzeitig in Not, in Gefahr, in prekären Lagen sind? Und wie soll es überhaupt möglich sein, dass wir Fachleute die Familien verstehen und die Eltern und Kinder ihre Lage in ausreichendem Maße einschätzen können?

Hilfeplanung kommt mit hohen Ansprüchen daher. Angesichts knapper Zeit und knapper Kassen. Manche Fachleute sprechen in diesen Zusammenhängen sogar von der Quadratur des Kreises oder einer Unmöglichkeit. Dabei hat sich in diesem Arbeitsfeld viel getan. Gerade in den letzten Jahren haben sich Verständnis für Hilfekonferenzen, Analysemethoden und daraus folgende Hilfeplanungen deutlich weiterentwickelt. Analyse- oder Verstehensmethoden sind neu entstanden und evaluiert worden, das Thema Beteiligung hat an Bedeutung gewonnen, unsere Ansprüche auch an uns selbst sind gestiegen. Wir geben uns nicht mehr zufrieden, wenn jemand sagt: wir entscheiden aus dem Bauch heraus.

Diese Werkstatttagung unternimmt den Versuch, sich zunächst einen aktuellen Überblick über die Entwicklungen im Hinblick auf Hilfeplanung zu machen. In der Folge werden sich die Aktiven mit gegenwärtigen Fragestellungen, Stolpersteinen und Dilemmata beschäftigen. Um unmittelbar darauf, das Nachdenken und Erörtern auf erfolgreiche Erfahrungen, neue Methoden in der Praxis und qualitative Einschätzungen zu richten. Dabei soll auch die Frage nach notwendigen professionellen Haltungen eine Rolle spielen. Ziel ist es, dass sich Fachkräfte (in Einrichtungen der Jugendhilfe wie der Jugendämter) mit neuen Wegen zur erfolgreichen Gestaltung von Hilfeplanung unter besonderer Berücksichtigung von Beteiligung auseinandergesetzt haben und dabei Impulse für Ihre Praxis entstehen.“

Wir hoffen durch dieses Seminar die Qualität unserer Anteile an den Hilfeplangesprächen zu steigern und gemeinsam, im Dialog mit den Vertretern der örtlichen Jugendämter, die Planungsprozesse zu optimieren.